Myalgische Enzephalomyelitis / chronisches Fatigue Syndrom (ME / CFS)


 

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine chronische Erkrankung, die mit vielen Beschwerden einhergehen kann.

 

Im Vordergrund stehen dabei oft starke Schmerzen, Erschöpfung, sowie Schlaf- und Konzentra-tionsstörungen. Richtungsweisend für ME/CFS ist eine geringe Belastbarkeit, so dass es dadurch bedingt bereits nach leichten körperlichen oder geistigen Aktivitäten zu einer Verschlimmerung der Symptome kommten kann. Die Verschlechterung des Zustandes kann dann im ungünstigsten Fall monatelang anhalten. Diese Belastungsintoleranz wird auch als Post-exertional Malaise (PEM) bezeichnet.

 

ME/CFS bedeutet für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Die Einschränkung kann soweit gehen, dass betroffene Patienten dauerhaft ans Bett gebunden sind und pflegerisch versorgt werden müssen.

 

Schätzungen zufolge, die auf Basis von internationalen Studien beruhen, sind etwa 2 bis 4 von 1000 Menschen in Deutschland an ME/CFS erkrankt. Frauen sind häufiger von ME/CFS betroffen als Männer.

 

 

Ursachen  

Die Ursachen für ME/CFS sind unklar. Häufig beginnt die Erkrankung nach einem Infekt, oft aber auch plötzlich wie aus dem Nichts. Was jedoch die Erkrankung genau auslöst, ist bislang aber ungeklärt. Es wird vermutet, dass verschiedene Organsysteme wie das Immun- und das Nerven-system als Infektfolge gleichzeitig fehlgesteuert sind. Als weitere Ursachen werden Umweltbelast-ungen diskutiert.

 

Symptome

Die sogenannte Post-exertional Malaise (PEM) ist das führende Merkmal einer ME/CFS. Weitere unspezifische Beschwerden sind:

  • Eine starke, vorher nicht gekannte Erschöpfung, die durch Ruhe und Erholung kaum besser wird
  • Ausgeprägte Einschlaf- und Durchschlafstörungen mit dem Ergebnis morgens genauso erschöpft zu sein wie vor dem Zubettgehen
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie ein stark verlangsamtes "vernebeltes" Denken
  • Kreislaufbeschwerden wie Schwindel oder Herzrasen. Diese treten vor allem beim sich Aufrichten auf und bessern sich wieder im Liegen (orthostatische Intoleranz)
  • Kopf und Gliederschmerzen 

Diagnose

Es gibt keine Untersuchung, die eine ME/CFS direkt feststellen kann. Im Rahmen der Standard-untersuchungen (Anamnese/ körperliche Untersuchung/ Labor) sollte daher unbedingt das Vorhandensein einer Post-exertional Malaise (PEM) abgeklärt werden. Desweiteren empfiehlt es sich Kreislauftests (Schellong-Test) zur Abklärung der orthostatischen Intoleranz durchzuführen.

Zum Ausschluss anderer Krankheitsursachen können EKG und Computertomographie sinnvoll sein.

 

Therapie 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit ME/CFS umzugehen. Dazu gehört unter anderem Aktivit-äten so anzupassen und über den Tag zu verteilen, dass eine PEM vermieden wird. Zudem können verschiedene Unterstützungsleistungen im Alltag helfen. Dieses Haushalten mit den eigenen Kräften, quasi als eigenes Energiemanagement (Pacing), setzt allerdings viel Selbstdisziplin voraus.

 

Derzeit gibt es keine zur Behandlung von ME/ CFS zugelassenen Medikamente. Schulmedizinisch werden Agomelatin und Low-Dose Naltrexon (LDN) therapeutisch für die Behandlung von ME/CFS geprüft. 

In unserer Praxis verwenden wir zur Behandlung von ME / CFS eine Kombination aus frequenz-medizinischen und naturheilkundlichen Therapien wie beispielsweise orthomolekulare Medizin und Phytotherapie.